Das CRM-Paradoxon: Trotz Rekordinvestitionen in CRM-Software scheitern viele Projekte im Mittelstand. Der Grund ist meist nicht die Technik, sondern die mangelnde Unabhängigkeit der Beratung. Erfahren Sie, wie die strikte Trennung von CRM-Auswahl und Implementierung Ihre Investition absichert und Fehlkäufe verhindert.
Der CRM-Markt wird von wenigen Giganten dominiert. Diese Systeme sind leistungsstark, erzeugen aber eine gefährliche Sogwirkung für den Mittelstand.
Das „Safe Choice“-Dilemma: Viele Entscheider wählen den Marktführer, um das persönliche Risiko zu minimieren ("Niemand wurde je gefeuert, weil er den Marktführer kaufte"). Doch Komplexität ist ein Risiko für sich.
Over-Engineering: Ein System für Global Player lähmt spezialisierte Mittelständler oft durch eine Flut an Optionen und explodierende Lizenzkosten.
Die Nischen-Chance: Die effizienteste Lösung liegt oft in spezialisierten Systemen, die Branchenlogik im Standard abbilden, ohne teure Individualprogrammierung.
Ein Berater, der gleichzeitig Lizenzen verkauft oder Implementierungspartner eines Herstellers ist, steckt in einem strukturellen Interessenkonflikt. Nutzen Sie diese Checkliste zur Prüfung Ihrer Partner:
Kategorie | Warnsignal (Interessenkonflikt) | Das K&L Prinzip (Neutralität) |
Partner-Status | "Gold-Partner" oder "Platin-Status" bei bestimmten Herstellern. | Vollständige Neutralität (keine Partnerverträge mit Anbietern). |
Kickbacks | Berater erhält Provisionen für verkaufte Software-Lizenzen/Abos. | Honorarbasierte Beratung (kein Lizenzverkauf, kein Eigeninteresse). |
Argumentation | Fokus auf "glänzende" KI-Features & Dashboards (Show-Effekte). | Fokus auf individuelle Geschäftsprozesse und tatsächlichen Nutzen. |
Shortlist | Es werden nur Systeme vorgeschlagen, die der Berater selbst vertreibt. | Open-Market-Sondierung (das objektiv beste System für den Kunden gewinnt). |
Merksatz: Echte Neutralität beginnt dort, wo der Berater kein finanzielles Interesse an Ihrer Software-Entscheidung hat.
Wir sichern Ihre Investition durch eine methodische Trennung von Strategie und Technik ab.
Phase 1: Anforderungsmanagement & Prozess-Design
Bevor wir über Software sprechen, bereinigen wir veraltete Abläufe. Wir definieren Ihre Customer Journey neu.
Ergebnis: Ein herstellerneutrales Lastenheft, das beschreibt, was Sie brauchen, nicht was eine Software kann.
Phase 2: Strukturierter Auswahlprozess & TCO-Analyse
Wir führen einen moderierten Pitch durch. Anbieter müssen vergleichbare Szenarien aus Ihrem Alltag lösen, statt Standard-Demos zu zeigen.
Ergebnis: Eine fundierte Entscheidungsvorlage inklusive einer Total Cost of Ownership (TCO) Analyse über 5 Jahre.
Phase 3: Qualitätssicherung (Der "Anwalt des Kunden")
Sobald das Systemhaus mit der Arbeit beginnt, übernehmen wir die Rolle des „Bauleiters“. Wir überwachen den Fortschritt und prüfen jeden Change Request auf Notwendigkeit.
Ergebnis: Eine termingerechte Einführung innerhalb des Budgets.
Ausgangslage: Ein mittelständischer Unternehmer (300 MA) sollte ein komplexes Enterprise-System (Marktführer) einführen. Das Angebot des Systemhauses belief sich auf ca. 150.000 € im ersten Jahr.
Die K&L Analyse: Wir stellten fest, dass 70 % der Enterprise-Funktionen für diesen Kunden irrelevant waren, während erfolgskritische Service-Prozesse teuer nachprogrammiert hätten werden müssen.
Das Resultat durch unabhängige Beratung:
In einer datengetriebenen Welt ist das CRM das Herzstück Ihres Unternehmens. Überlassen Sie dieses Herzstück nicht dem Vertriebsdruck der Software-Giganten. Eine neutrale Beratung stellt sicher, dass die Technik der Strategie folgt – und nicht umgekehrt.
Ihr nächster Schritt
Sind Sie bereit für eine CRM-Strategie ohne Hersteller-Brille? Lassen Sie uns in einem 30-minütigen Strategie-Check prüfen, wo Ihr Projekt aktuell steht.
Nicht an der Technik, sondern an der Akzeptanz der Nutzer und an Prozessen, die "um die Software herum" gebastelt wurden, statt umgekehrt.
Die Kosten amortisieren sich meist schon vor dem Go-Live durch eingesparte Lizenzgebühren und die Vermeidung von unnötigem Customizing.
Ja, aber nicht als Programmierer, sondern als Ihr strategischer Sachverständiger, der die Qualität der technischen Umsetzung überwacht.
Über den Autor:
Frank Lauterhahn
Geschäftsführender Gesellschafter

Frank Lauterhahn ist ein erfahrener CRM-Berater, der Unternehmen aller Größen und Branchen dabei unterstützt, effektive CRM-Strategien zu entwickeln und nachhaltig von CRM-Software zu profitieren.
Mit einem ganzheitlichen Ansatz begleitet er seine Kunden von der Zieldefinition über die Business-Analyse bis zur Implementierung.
Als unabhängiger Berater mit umfassender Marktkenntnis und Verhandlungskompetenz sorgt er für die Auswahl der am besten geeigneten Softwarelösung und eine reibungslose Implementierung.
Dank seiner langjährigen Erfahrung als Projektmanager in der CRM-Technologieeinführung gewährleistet er einen reibungslosen Projektablauf.
Mit Expertise in verschiedenen Projektmethoden und Beratungsdienstleistungen zur Digitalisierung des Kundenmanagements steht er Unternehmen zur Seite, die bereit sind, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.